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Motivieren – eine Führungs»kunst«

Von “Wieso motivieren? Wir zahlen gut!“ bis “Die wichtigste Aufgabe in der personalen Führung ist Motivieren!“, in diesem Spektrum bewegt sich der von befragten Führungskräften eingeschätzte Stellenwert der Motivation als Führungsmittel.

Die notwendige Beachtung der Motivation gründet sich auf zahlreiche Untersuchungsergebnisse: die Arbeitsleistung motivierter Menschen liegt je nach Arbeitsaufgabe mindestens vierzig Prozent, bei Denkberufen ein Vielfaches über der von gleichgültigen oder verdrossenen Personen. Motiviert sein bedeutet zudem positive Gestimmtheit, während mangelhafte Motivation mit negativen Gefühlen und Unzufriedenheit einhergeht.

Gelingende Motivation gründet sich zunächst darauf, sich als Führungskraft dafür zuständig zu sehen, sowie die Art und den Stil in der praktischen Umsetzung der motivierenden Beeinflussungsabsicht.

Motivieren muss man selbst wollen

Das Wichtigste ist, überhaupt motivieren zu wollen. Geld allein motiviert nicht und wenn dann höchstens ganz kurzfristig, das findet auf Befragen von Führungskräften dann doch Konsens. Motivieren ist mithin kein Zufall, sondern bewusstes Anknüpfen an für den einzelnen Mitarbeiter erstrebenswerte Zielzustände.

Nehmen wir das Familienbeispiel, wenn ich den Kindern nur ‘Sonntagsspaziergang‘ ankündige, dann ruft das in der Regel missmutiges Murren und allerlei Vorwände hervor. Erwähne ich hingegen eine Eisdiele, einen Tierpark oder eine Burgruine, dann wird das mit Jubel quittiert, den zuvor beschwerlich gedachten Weg dorthin geht man nun motiviert und viel leichter.

Motivation braucht attraktive Ziele

Erwachsene Mitarbeiter reagieren nicht anders. Sie brauchen attraktive Ziele, mit denen bei der personalen Führung vorhandene Bedürfnisse in der Psyche des Menschen aktiviert werden. Eine Führung mit befehlendem Druck oder Angst ist nicht erfolgversprechend, der leistungsorientierte Führungsstil durch Druck erzeugt Gegendruck oder ein Ausweichen. Fordern mit Fördern führt schon eher aus diesem Fiasko.

Eigene Wege zum Ziel sind die besten

Auch Äußerungen wie “Ich wünsche mir …”, “Wären Sie so freundlich …” sind getarnte Befehle. Eigenmotivation ist das beste Erfolgsmittel, vor allem bei Aufgaben, die Kreativität und Initiative voraussetzen. Ein freier Mensch tut nur das gern, was er selbst gerne will. Die ideale Form eigenmotivierende Bedürfnisse zu entdecken, herauszufinden was einer will, ist die Mitarbeiter um Vorschläge zu bitten: “Was schlagen Sie vor?”. Der Mitarbeiter, den man zu Rate zieht, der am Ende seine eigenen Vorschläge ausführt, oder wenigstens das Gefühl hat, das wäre so, –  ist zufrieden und leistet mehr!

Anerkennung ist wichtig

Vorhandene Motivation wird häufig zunichte gemacht, wenn die Aufmerksamkeit von Führungspersonen mehr einer »Jagd nach Fehlern« gilt, als ihre Mitarbeiter bei »guten Taten zu erwischen«. Zur Anerkennung bieten sich viele Anlässe, und das lässt sich üben!

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